Transformers: The Game
| Herausgeber: | Activision |
| Entwickler: | Traveller´s Tales |
| Genre: | Action |
| Multiplayer: | Nein |
| empf. Alter: | |
| Plattformen: | PS3 PC PS2 PSP DS Xbox360 Wii |
Nachdem Transformers als Kinofilm in den USA einen Zuschauerrekord nach dem anderen gebrochen hat, können nun auch deutsche Roboterfreunde in den Kampf Gut gegen Böse einsteigen. Videospielumsetzungen zu Filmen haben für gewöhnlich den Ruf, schnell hinprogrammierte Titel zu sein, die außer der Filmlizenz nicht viel zu bieten haben. Sind die Transformers für eine positive Überraschung gut?
Mit Transformers hat sich Activision eine große Marke geangelt und mit Traveller's Tales fähige Entwickler beauftragt, die mit Lego Star Wars ihr Können, was gelungene Umsetzungen angeht, bewiesen haben. Wie im Film spielt die Geschichte maximal eine Nebenrolle: außerirdische Roboter, die sich nach Belieben in verschiedene Fahrzeuge verwandeln können, landen auf der Erde, um den Allspark zu suchen - einen Würfel der die Lebenskraft der Transformers enthält und jedes technische Gerät zum Leben erwecken kann. Dabei versuchen die guten Autobots um Optimus Prime zu verhindern, dass der Allspark den bösen Decepticons mit ihrem Anführer Megatron in die Hände fällt. Dieser will mit Hilfe des Würfels eine Armee von bösartigen Robotern aufbauen, um das Weltall zu erobern. Sam Witwicky, ein typischer Teenager, wird unfreiwillig in den Kampf der Roboter verwickelt, da er unwissentlich den Schlüssel zum Versteck des Allspark besitzt.
Soviel zur Story, die im Spiel höchstens als Aufhänger der Missionen dient. Unverständlicherweise werden die Zwischensequenzen in Spielgrafik erzählt, Ausschnitte aus dem Kinofilm sucht man vergebens. So entsteht zwar kein Bruch zwischen den Spielabschnitten und den Sequenzen, vom Spiel zum Film sollte man aber mehr erwarten können als nur einige Trailer, die es immerhin als Bonusmaterial ins Spiel geschafft haben.
Wer Hintergrundinformationen zum Film erwartet, wird sogar gänzlich enttäuscht.
Wer Hintergrundinformationen zum Film erwartet, wird sogar gänzlich enttäuscht.
Eine positive Überraschung ist allerdings die Tatsache, dass man zu Spielbeginn zwischen der Kampagne der Autobots und ihrem Decepticons Pendant wählen darf. Entscheidet man sich für die Autobots, erwarten einen Beschütz- und Verteidigungsmissionen, auf der Seite der Decepticons geht es primär um das Zerstören verschiedener Ziele. Als gutmütiger Autobot solltet ihr zudem darauf achten, das mit Menschen gefüllte Umfeld nicht unnötig zu beschädigen, während ihr als Anhänger der Decepticons zerstören könnt, was die Bewaffnung hergibt.
Egal auf welcher Seite man kämpft, die Missionen bleiben im Prinzip stets die Gleichen. Man kämpft entweder gegen Transformers-Drohnen, die nach wenigen Treffern vernichtet sind, oder rast in Autoform durch die recht kleinen, frei erkundbaren Areale um einen Gegner zu verfolgen. Hat man den gegnerischen Transformer eingeholt, heißt es wieder kämpfen. Die Fernwaffen über die man verfügt, sind im Kampf gegen Roboter zu schwach, so dass man meist in Roboterform mit der ewig gleichen Nahkampfkombo und einer Wurfattacke solange auf sie einschlägt, bis sie besiegt sind. Als Transformer kann man sich jederzeit in ein Fahrzeug verwandeln, die Fahrten mit den Autos kranken allerdings an der schlechten Steuerung, außerdem bleibt man des Öfteren an Objekten oder Kanten hängen.
Auch wenn sich die beiden Kampagnen im Spielablauf nicht grundlegend unterscheiden, kommt bei den Decepticons aufgrund von etwas höherer Abwechslung und netten Vandalismusorgien etwas mehr Spaß auf. Wenn man in einigen Missionen ein ganzes Areal in Schutt und Asche legen muss, weiß das dank der zerstörbaren Umgebung durchaus zu gefallen. Dazu kann man auf Seiten der Decepticons mit Starscream oder Megatron auch in die Luft gehen. Die Flugsteuerung funktioniert dabei erfreulich gut, wenn auch nicht perfekt. Spielt iht die Playstation 3 Fassung, lassen sich die flugtauglichen Decepticons sogar durch einfaches Schwenken des Sixaxis Controllers steuern, was nach ein wenig Übung recht gut von der Hand geht.
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